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NKF - Helau und Alaaf!

Inspirierende Innovationen in Kirchlinden

Kirchlinden machte bereits in der Vergangenheit durch die Umsetzung zukunftsweisender und innovativer Ideen auf sich aufmerksam. Ein mutiges Presbyterium zeichnete sich dadurch aus, dass es gemeinsam mit den beiden Pfarrern Detlev Mausbart und Hartmut Hastemich ohne Zögern Reformimpulse aufgriff und segensreich umsetzte. Angeleitet vom EKD-Impulspapier "Kirche der Freiheit" (KdF) und zwingend notwendigen Umbauprozessen wie der Einführung des "Neuen kirchlichen Finanzwesens" (NKF) wurde in Kirchlinden eine erstaunliche Kreativität freigesetzt. Mit Leidenschaft entwickelte man die Blaupause einer wahrhaft zukunftsfähigen Kirche, bei der der effiziente Einsatz finanzieller Ressourcen, unorthodoxe Methoden des Fundraising sowie die Implementierung nachhaltiger medialer Aufmerksamkeit im Dienste der Kommunikation des Evangeliums kennzeichnend sind. 

Kirchlinden geht neue Wege Dank NKF

- eine satirische Analyse systembedingter Risiken, Teil I -

Ziemlich trostlos war der Zustand der Gemeinde Kirchlinden noch vor etlichen Jahren. Doch dann kam mit der Umstellung der Finanzverwaltung auf das Neue Kirchliche Finanzwesen (NKF) die Wende. In der Gemeindekonzeption wurden klare Ziele formuliert, ein Ideenwettbewerb zum Erreichen dieser Ziele ausgeschrieben sowie eine Straffung und Professionalisierung der Gemeindeleitung entsprechend betriebswirtschaftlicher Gesichtspunkte durchgesetzt. Mut zur Innovation, Risikobereitschaft sowie ein konsequentes Qualitätsmanagement waren die Grundlage eines beispiellosen Erfolges.

Anfangs erschienen die Zielvorgaben Vielen als zu ehrgeizig: Die Teilnahme am Gottesdienst sollte innerhalb von 2 Jahren um 100 gesteigert, die Taufquote von 88% auf 99% erhöht sowie die Anzahl der ehrenamtlichen MitarbeiterInnen verdoppelt werden. Außerdem verpflichteten sich die beiden Pfarrer der Gemeinde Hastemich und Mausbart durch eine Zielvereinbarung, monatlich mindestens 1 neues Mitglied in die Ev. Kirche aufzunehmen. Nicht zuletzt war die Sanierung der gemeindlichen Finanzen ein notwendiges Ziel, dass vor allem mit Hilfe einiger bemerkenswerter pkp-projekte (publik-kirchlich-partnerschip) erreicht und übertroffen wurde. Die Gemeinde bewegt sich seit drei Quartalen in der Gewinnzone, und dieser Trend scheint nachhaltig zu sein.   (weiter lesen...)

 

Geplanter Börsengang sorgt für Diskussion

Kunden oder Genosssen?

Es geht um die Zukunftsfähigkeit der Kirche. Allen strukturellen, mentalitätsbedingten und konjunkturellen Widrigkeiten zum Trotz scheinen die Verantwortlichen entschlossen zu sein, gegen jeden Widerstand den begonnen Reformprozess unter dem Leitmotiv „Kirche im Aufbrrruch“ voranzutreiben und zu vertiefen – und das auf dem Hintergrund einer Tradition, die von Insidern immer mehr als Belastung empfunden wird.

Vor langer Zeit war es ja durchaus noch üblich, Kirchenmitglieder als „Brüder und Schwestern“ zu titulieren. Unabhängig vom biblischen Befund wurde diese Anrede jedoch von vielen als allzu intim und übergriffig empfunden.

Kik-Kirche

Mittlerweile hat sich die so genannte KiK-Kirche etabliert. KiK steht für: der Kunde ist König. Auf bemerkenswerte Weise hat hier Kirche von der Wirtschaft gelernt. In diesem Fall wurde die innovative Anrede, die zugleich programmatischen Charakter hat, durch einen bekannten Textildiscounter inspiriert, der stets bemüht ist durch ein Minimum an Ressourceneinsatz hinsichtlich der Personalkosten ein Maximum an Kundenzufriedenheit herzustellen. Theologisch ist die Sache klar: Der Kundenbegriff steht für eine konsequente Zuwendung der Kirche zum Menschen - vor allem im Blick auf seine Finanzkraft. Die Kirche folgt damit der Bewegung Gottes in Jesus Christus, die dieser vollzogen hat, um neue Kunden für sein Evangelium zu gewinnen.  (weiter lesen...)