".... und die im Dunklen sieht man nicht!"

Ein Erfahrungsbericht aus der heutigen Arbeitswelt innerhalb und jenseits der Ev. Kirche

Von Hans-Jürgen Volk


"Die Kirchen stehen in der biblischen und christlichen Tradition von Recht und Erbarmen. Gott fordert die Menschen nachdrücklich dazu auf, aus Erbarmen zu handeln und sich für Recht und Gerechtigkeit einzusetzen. Deshalb bemühen sich Christen um Arme, aber auch um gerechtere Strukturen in der Gesellschaft, die geeignet sind, Armut zu verhindern." (weiter lesen...)

Wie Bewährung im Pfarramt heute gemessen wird

Ein Appell an die Theologischen Fakultäten - eine Warnung an alle Studierenden der Evangelischen Theologie, sofern sie sich auf das Pfarramt vorbereiten
Von Prof. i.R. Dr. Gisela Kittel

In den Pfarrdienstgesetzen fast aller Landeskirchen gibt es einen besonderen Paragraphen. Er bestimmt die Abberufung von Gemeindepfarrern und -pfarrerinnen "wegen ungedeihlichen Wirkens“ und eröffnet den Landeskirchenämtern die Möglichkeit einer zwangsweisen Versetzung dieser Personen in den Warte- und nachfolgend vorgezogenen Ruhestand. Das am 10. November 2010 von der Synode der EKD beschlossene und inzwischen von den meisten Gliedkirchen ratifizierte neue Pfarrdienstgesetz hat diesen Paragraphen weiter ausgefeilt und im Vergleich zu moderateren früheren Regelungen einzelner Landeskirchen sogar verschärft. (weiter lesen...)

Die Zeiten für abhängig Beschäftigte der Ev. Kirche im Rheinland werden (noch) härter!

Künstlich erzeugter Spardruck wird weiter erhöht
Von Hans-Jürgen Volk

Die Ev. Kirche im Rheinland hat durch ihren Vizepräses Drägert einen weiteren massiven Abbau von Arbeitsplätzen angekündigt. Trotz intensiver Bemühungen durch Personalplanung und verstärkte Kooperation eine weitere Stellenerosion zu verhindern, wird dies verschärft geschehen. Nicht nur für die direkt bei der Landeskirche angesiedelten abhängig Beschäftigten müssen daher die von Drägert vorgetragenen Äußerung auf der Landessynode im Januar 2011 ein weiterer Schlag gewesen sein. Drägert behauptet, dass die 2006 beschlossenen Einsparungen trotz Überbietung der Sparziele nicht ausreichend sind. „Wir müssen daher dringend den notwendigen Anpassungsprozess seit 2006 fortführen und weitere sicherlich einschneidende Maßnahmen treffen.“ (weiter lesen...)

Weitersagen...Der K(r)ampf der Evangelischen Kirche mit den Frauen

von Pfarrerin Anne Lungová

Warum der Rücktritt von Margot Käßmann zu einem Rückschritt für Frauen in der Evangelischen Kirche werden könnte. Die Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Margot Käßmann, sollte eigentlich meine nächste Anlaufstelle im Kampf gegen die Diskriminierung der Pfarrerinnen in der Rheinischen Landeskirche werden. Bereits ein Jahr lang hatte ich mich als Pfarrerin der Evangelischen Kirche im Rheinland gegen die Benachteiligung von Pfarrerinnen in der Elternzeit gewehrt. Umsonst. Für den Repräsentanten der Rheinischen Landeskirche, Nikolaus Schneider, fällt die Diskriminierung der Pfarrerinnen in der Elternzeit unter die „Kreuzeserfahrung der Kirche“, die es zu bedauern gilt. Margot Käßmann galt hingegen für viele Frauen in der Evangelischen Kirche als Vorbild, die eine klare Haltung zur Gleichberechtigung vertrat. Ihr Rücktritt könnte nun zu einem Rückschritt für die Frauen in der Evangelischen Kirche werden. Es sei denn... (weiter lesen...)

Aufbruch in der EKiR – Time-To-Move

Zum neuen EXODUS in der Evangelischen Kirche im Rheinland (von Pfarrerin Anne Lungová)

Die Evangelische Kirche ist im Aufbruch. Für viele Pfarrerinnen und Pfarrer der Evangelischen Kirche im Rheinland bedeutet dies vor allem eines: Time-To-Move (frei übersetzt: es ist Zeit, sich zu bewegen). Dass der sogenannte Reformprozess von Praktiken begleitet wird, die vergleichbar sind mit den Praktiken von Unternehmen wie z.B. der France Télécom ist bei den betroffenen Pfarrerinnen und Pfarrern längst angekommen. Viele MitarbeiterInnen leiden unter den immensen Belastungen, die ihre Entlassungen nach sich ziehen. Dass Frauen in der Elternzeit diskriminiert werden, das Beamtenrecht übergangen und die Fürsorgepflicht des Arbeitgebers schlicht ignoriert werden, hat bereits lautstarke Kritik hervorgerufen. Doch die EKiR weist alle Klagen weit von sich. Die Schuld liege, so der Präses der EKiR Nikolaus Schneider, bei denen, die es ablehnen, sich zu bewegen. Diese Behauptung verdeckt die tatsächlichen Strategien, die bezwecken sollen, dass Pfarrerinnen und Pfarrer freiwillig ihren  Arbeitsplatz aufgeben. Pfarrerin Anne Lungová berichtet vom neuen EXODUS in der Rheinischen Landeskirche.

Der „Aufbruch“ weist die Richtung: Im besten Fall assoziieren evangelische Christen dieses Wort mit dem Exodus. Der Aufbruch aus der Sklaverei ist der Beginn... (weiter lesen...)